Jeder zweite Versicherte ist unzufrieden

Die mahnenden Worte der Verbraucherschützer und die Rabattschlacht der Versicherer verfehlt seine Wirkung nicht, denn immer mehr Kunden sind dazu bereit ihren Versicherungsanbieter zu wechseln. Vor fünf Jahren war es noch nur circa jeder Dritte, der auch nur einen Wechsel der Versicherung in Betracht gezogen hat. Heute ist es bereits jeder Zweite. Dies zeigt das neue Ergebnis des aktuellen Kundenmonitors Assekuranz.

 

Die Prämie ist nicht das Hauptproblem, auch wenn die Versicherten immer preissensibler werden. Die meisten derjenigen, die in der Umfrage befragt wurden, halten den Service und die Leistung für wesentlich wichtiger. Die meisten der Kunden suchen nicht nach der günstigsten Versicherung, sondern nach derjenigen mit der besten Qualität und mit möglichst hochwertigen Versicherungsleistungen. Das große Problem liegt nur darin, dass die Kunden immer bessere Leistungen zu einem möglichst niedrigen Preis haben möchten, oder eben immer mehr Leistungen und Service zum gleichen Preis. Die Befragung hat ebenfalls wieder gezeigt, dass sich die Kunden nicht gerne mit dem Thema Versicherungen beschäftigen möchten.

 

Experten glauben zwar schon, dass der Versicherungsvertreter nach wie vor die wichtigste Ansprechperson für den Kunden ist, doch es müsse damit gerechnet werden, dass immer mehr Versicherte auch einmal fremd gehen und eine Police bei einem Direktversicherer abschließen. Dazu kommt noch der Enorme Druck, der durch die Medien aufgebaut wird, da das Gefühl vermittelt wird, dass jeder der nicht wechselt automatisch blöd sei, Weil das Einsparpotential bei einem Wechsel hoch ist.

 

Die KFZ-Versicherung ist zur Zeit die Versicherung die am häufigsten gewechselt wird. Der Grund hierfür liegt darin, dass oftmals mehrere Hundert Euro zwischen den verschiedenen Unternehmen für das selbe Fahrerprofil liegen. Die Wechselbereitschaft ist natürlich größer, je mehr eingespart werden kann. Außerdem ändern die Versicherungsunternehmen ihre Bedingungen immer wieder. Das kann zum Vorteil, aber auch zum Nachteil für die Kunden sein. Zum Beispiel wurden in der privaten Haftpflichtversicherung Versicherungssummen deutlich nach oben geschraubt. Das bedeutet, dass diejenigen, die schon einen sehr alten Vertrag haben, mittlerweile unterversorgt sein könnten. In der heutigen Zeit wird eine Versicherungssumme in Höhe von drei Millionen Euro empfohlen. Doch es gibt auch alte Verträge die keinesfalls gekündigt werden sollten. So gibt es bei der Rechtschutzversicherung immer wieder neue Ausschlüsse. Bespielsweise ist nur in Verträgen, die vor 2004 geschlossen wurden, eine Übernahme von Anlegerklagen noch enthalten.

 

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