Kunden beschweren sich

Wer Ärger mit der Krankenversicherung hat, der kann sich auf einen Rechtsstreit einlassen und sich darauf vorbereiten. Bekanntlich kann dieses jedoch sehr teuer werden. Doch der Ombudsmann hilft den Kunden kostenlos weiter. Dieser war gerade im vergangenen Jahr sehr gefragt.

Ombudsmann hilft weiter

Wer Streit mit seiner Krankenversicherung hat, der kann fremde Hilfe in Anspruch nehmen, egal ob nun gut verdienender Betriebswirt oder auch der Polizist, indem er den Ombudsmann anruft, der zwischen den Kunden und den Anbietern vermitteln soll. Besonders im letzten Jahr musste er ran und das öfter als jemals zuvor. Es erreichten ihn mehr als 5000 Beschwerden, was eine Zahl darstellt, die 15 Prozent höher ist als die im Jahr 2008. Auf die Vollversicherung entfiel dabei der Löwenanteil.

Um die medizinische Notwendigkeit von Heilbehandlungen, Krankenhausaufenthalten oder Arzneimitteln gab es am häufigsten Streit. Offenbar gehen hier die Ansichten von Patienten und Versicherungen oft auseinander. Es scheint so, als breche unter den Versicherten eine Vollkasko-Mentalität aus. Zunehmend würden die Versicherer über das, was medizinisch notwendig sei, für die private Lebensgestaltung in Anspruch genommen. Dies beobachtete der Ombudsmann. Die Einnahme von Arzneimitteln werde zum Dauerzustand, immer mehr Menschen bestünden anstatt einer ambulanten Operation auf eine Behandlung im Krankenhaus und auch die physiotherapeutische Sitzung werde immer mehr als Teil der allgemeinen Lebensführung angesehen.

Diese Entwicklungen werden gefördert durch den boomenden Gesundheitsmarkt. Eine Abgrenzung werde durch das Angebot an Wellness und Rehabilitation, Nahrungsergänzungsmitteln Alternativmedizin zunehmend schwierig.

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